6. Dezember 2010

Glossar

Design Thinking: Ein designorientierter Ansatz zur Entwicklung innovativer Ideen und zum Lösen komplexer Probleme. Der Ansatz nötigt zu interdisziplinärem und iterativem Handeln und definiert den Nutzer zum Ausgangspunkt weiterer Überlegungen. Der Ansatz propagiert ein gegenüber üblichen Organisationsprozessen verändertes Vorgehen, nichtlinear und iterativ.  Inwiefern Design Thinking als Methode zur Erneuerung organisationaler Strukturen hilfreich ist, ist zentraler Gegenstand dieser Forschungsarbeit.

Postheroisches Management: Durch Charles Handy geprägter Begriff, nach dem das Management Problemlösungskompetenz im gesamten Unternehmen vermutet und fördert. Dazu gehört auch die Fähigkeit, ein Problem als solches, bzw. Folgeprobleme zu erkennen. Der postheroische Manager ist sich der Komplexität einer Organisation bewusst. Sein Anspruch besteht nicht darin, die Probleme als einsamer Held anzugehen, dabei entweder „glorreich zu triumphieren oder grandios zu scheitern“ (Baecker), sondern sie in Form von Kommunikationsangeboten in die Organisation einzuspielen und damit Beobachtungsprozesse zu initiieren. Es geht ihm dabei weniger um die Lösung des Problems, sondern darum „Probleme als Katalysatoren der immer neuen Herausforderung kreativer Lösungen nicht nur zu begreifen, sondern auch zu konstruieren. Postheroisches (…) Management wird mit Blick auf (…) Wirtschaft als Aufgabenstellung eines Designs von Organisationen verstanden, das diesen ein Problem verschreibt, das unlösbar ist, aber zur Suche nach immer wieder neuen Lösungen genutzt werden kann. Unternehmerische Initiative ist dort gefordert, wo es gilt, diese passenden Probleme zu finden und zu implementieren.“ (Baecker, Postheroische Führung)

Lean: Lean ist ein Paradigma und setzt eine Unterscheidung in der Organisation, indem es danach fragt, wie beispielsweise Entwicklungsverfahren möglichst effizient verlaufen können. Das Lean Management beobachtet Tätigkeiten danach, inwiefern sie einen Mehrwert (Value) für einen Kunden erzeugen. Die zweite Seite der Unterscheidung umfasst den sogenannten Waste, den es braucht, um Value markieren zu können. Der Anspruch, der sich mit der Einführung von Lean verbindet, ist nicht die Gestaltung von Value für den Kunden (das ist ihr Mittel), sondern die effiziente Durchführung von Verfahren.